Archiv der Kategorie: Allgemein

Jubel-Konfirmation 2022

Endlich konnten wir am 11. September wieder Konfirmationsjubiläen feiern von GoldKonfirmation (50 Jahre) bis zur KronjuwelenKonfimation (75 Jahre). 22 Menschen, die im Schleidener Tal oder an anderen Orten konfirmiert wurden, freuten sich auf diesen gemeinsamen Tag. Pfarrer Erik Schumacher gestaltete den Festgottesdienst zusammen mit Prädikantin Charlotte Roux-Bücker.

Vater-und-Sohn-Wochenende 2022

Die 21. Auflage des Vater-und-Sohn-Wochenendes der Kirchengemeinden Hennef und Trinitatis Schleidener Tal war mal wieder ein voller Erfolg. 42 Söhne und Väter verbrachten ein kurzweiliges Wochenende in Woffelsbach. Obwohl der Rursee deutlich weniger Wasser als in anderen Jahren hatte, hielt das etliche Jungs nicht davon ab mehrfach schwimmen zu gehen – das warme und sonnige Wetter lud einfach dazu ein.

Am Freitagabend stand erstmal wieder neues Kennenlernen auf dem Programm. Schön, dass auch wieder neue Väter und Söhne mit dabei waren. Die nächste Generation war am Start und die „alten“ Jugendlichen wollten noch lange nicht abtreten.

Am Samstag stand vormittags das traditionelle Fußballturnier auf dem Programm. Auf dem Kleinstspielfeld ging es intensiv zu. Gerade bei manchem Vater machte sich doch eine gewisse Untrainiertheit bemerkbar. Gut, dass doch alle den Vormittag überstanden haben…

Nach Nudeln mit Bolognesesoße gehörte der Nachmittag ganz dem Bogenschießen im Parcours der Familie Hörnchen unterhalb Bronsfeld. In 5er-Gruppen zogen Kleine und Große Bogenschützen los die 3D-Ziele zu treffen. Manch Bogentalent zeigte sich und wollte zum Robin Hood mutieren. Ausgehungert freuten sich dann am Abend alle auf den reichlich gedeckten Grill, an dem sich Tobi und Ingo zu unseren Grillmeistern mauserten…

Zum Abschluss am Sonntag feierten wir natürlich auch wieder Gottesdienst, open-air und diesmal auf dem Boden des Rursees. Freitagabend fragte einer der Väter, wann es möglich sei, dass er sich taufen lassen könnte. Schnell entwickelten wir die Idee, das bei unserem Gottesdienst im Rursee zu machen. Das Thema war „Gute Aussichten“ – was natürlich auf dem Boden eines Sees eine besondere Perspektive ergibt. Spätestens als Olli mit Daniel in den Rursee ging um Daniel zu taufen, war der Titel „Gute Aussichten“ für alle klar zu erkennen. VuSW mit Taufe, das hatten wir auch noch nicht – was für ein Geschenk.

Nach Gottesdienst und letztem Aufräumen und natürlich unserem Gruppenfoto, ging es schon wieder nach Hause. Für die Eifeler eher kurz, für die Hennefer nochmal gut 1 1/2 Stunden. Gefallen hat es allen, sodass wir uns auch für nächstes Jahr schon wieder verabredet haben. Vom 22.-24. September 2023 erkunden wir ein neues Haus – diesmal in Neukirchen-Seelscheid. Denn nach dem Vater-und-Sohn-Wochenende 2022 ist vor dem Vater-und-Sohn-Wochenende 2023…

Text: Oliver Joswig
Bilder: Nicolai Link + Oliver Joswig

Jugend-Gedöns-Gruppe im Wald unterwegs…

Bei der Einweisung
Bei der Einweisung

Einmal im Monat trifft sich unsere Jugend-Gedöns-Gruppe am Donnerstagabend. Beim ersten Treffen nach den Sommerferien war der Bogenparcours der Familie Hörnchen unterhalb von Bronsfeld unser Ziel. Dank der Unterstützung durch die Johanniter Hilfsgemeinschaft konnten wir unseren Jugendlichen diesen besonderen Ausflug ermöglichen.

Nach der Einweisung von Jonas schafften wir fast alle Ziele. Am Ende war es dann aber doch früher dunkel als wir dachten, sodass wir um kurz nach 21 Uhr unseren Aufenthalt abbrechen mussten. Wir alle waren uns sicher, dass das ein klasse Erfahrung war, die wir nächstes Jahr gern wiederholen.

Bis zur Dunkelheit (Gruppe 1)

Dankeschön Tag für Kirchentechnik Crew

Technik-Crew im Phantasialand (Thorge, Olli, Jerry, Larissa, Lasse, Nils, Nico und Jan)

Seit März 2020 übertragen wir die Gottesdienste aus Hellenthal (fast) jeden Sonntag live auf YouTube. Über die Zeit hat sich eine Gruppe Jugendlicher zusammengefunden, die für den guten Ton und das passende Bild sorgen. Als kleines Dankeschön konnten wir am Sonntag nach dem Gottesdienst ins Phantasialand – Dank der finaziellen Unterstützung durch die Johanniter Hilfsbereitschaft – starten.

Es war ein kurzweiliger Tag mit viel Abwechslung. Die Wartezeiten waren trotz oder gerade wegen des Sonntags kurz und wir konnten viele Attraktionen, teils auch mehrfach, besuchen. Leider konnten zwei Technikjungs krankheitsbedingt nicht mitfahren. Die können vielleicht noch ihren Besuch im Phantasialand zeitnah nachholen.

Vielen Dank für diesen tollen Tag!

Menschliches Schulskelett in Schleiden beerdigt

Oberstufenkurs Ev. Religion begibt sich auf Spurensuche – Interreligiöse Zeremonie mit großem Medieninteresse

Die Schüler Jason Bergen, Leon Hübner, Dino Halilic und Fabian Schneider lassen den Sarg ins Grab. (Foto: Stephan Everling)

Wer immer Ahn-Bian gewesen ist, über mangelnde Aufmerksamkeit konnte sie sich auch nach ihrem Tode nicht beklagen. Da waren nicht nur die Generationen von Schülern, die viele Jahrzehnte lang ihre Kenntnisse über das menschliche Skelett anhand ihrer Knochen lernten, sondern auch die vielerlei Vertreter von Radio, Fernsehen oder Print, die am Mittwochvormittag ihren letzten Gang begleiteten, als handele es sich um die Beerdigung einer prominenten Persönlichkeit. Dabei handelte es sich nur um die sterblichen Überreste einer unbekannten Frau, deren Skelett als Demonstrationsobjekt im Biologieunterricht in Schleiden gedient hatte.

Einen Namen hatte Ahn-Bian (vietnamesisch für „geheimnisvoller Frieden) in ihrer Zeit am Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium nicht. Erst die Schüler des Evangelischen Religionskurses der Q1 hatten sie so getauft, als sie versuchten, Informationen über sie herauszufinden. Doch niemand wisse, so führte der evangelische Pfarrer und Religionslehrer Oliver Joswig aus, wer diese Frau gewesen sei, deren Skelett im Biologieunterricht in Schleiden verwendet worden ist. Da nicht einmal ihre Religion bekannt war, wurde sie in einer interreligiösen Zeremonie bestattet. Die Schülerinnen Melinda Hörnchen, Lea Höffgen und Filiz Tas hatten zuvor den Sarg mit Symbolen der großen Weltreligionen geschmückt.

Dass echte Skelette damals im Biologieunterricht verwendet worden seien, sei normal gewesen. Zwar habe es im 20. Jahrhundert bereits Plastikskelette gegeben, doch deren Qualität sei so schlecht gewesen, dass auf echte Skelette zurückgegriffen worden sei, erklärte Joswig. „Das hat sich aber mittlerweile geändert“, sagte er.

Der Sarg ist mit Symbolen aller Weltreligionen verziert, da über die lebendige Person bisher nichts herausgefunden werden konnte. (Foto: Stephan Everling)

Spurensuche im Stadtarchiv

Schon seit vielen Jahren wurde das echte Skelett mittlerweile nicht mehr im Unterricht verwendet. Ein Modell aus Kunststoff hat schon seit vielen Jahren die Nachfolge angetreten. „Ich habe es in den letzten zehn Jahren nicht verwendet“, sagte Andreas Schröder, Biologielehrer und Notfallseelsorger.

Angeregt worden war die Aktion, nachdem in Stolberg das Schulskelett beerdigt worden war. Von Religions- und Biologielehrern sei gleichermaßen die Initiative ausgegangen, dies auch in Schleiden zu machen, erklärte Joswig. Danach habe es noch eine Zeitlang gedauert: „Das musste wachsen“, so der Hellenthaler Pfarrer.

Aufgegriffen wurde die Anregung von den Schülern des evangelischen Religionskurses Q1. Sie begaben sich auf die Spurensuche. Doch viel hätten sie nicht finden können, erläuterte Joswig. Einzig im Archiv der Stadt Schleiden habe sich ein Eintrag aus dem Jahr 1952 finden können, dass ein Skelett für das Städtische Gymnasium für 600 D-Mark gekauft worden sei. Um vielleicht noch weitere Erkenntnisse über die Herkunft der Frau gewinnen zu können, wurde bei der Sarglegung ein Zahn zurückbehalten, dessen DNA noch analysiert werden soll. Die Informationen, die dabei gewonnen werden, sollen auf einer Platte über dem Grab verewigt werden.

„Es war ein sehr ungewöhnlicher Unterricht“, sagte Jason Bergen, Schüler des evangelischen Religionskurses. Es sei spannend gewesen, sich auf die Spurensuche zu begeben. Er habe dabei sehr viel über den Tod und die verschiedenen Religionen gelernt. „Das ist eigentlich der perfekte Abschluss“, äußerte er.

Rund 150 Menschen gaben das letzte Geleit. (Foto: Stephan Everling)

Mensch, nicht mehr nur Skelett

„Wir haben mittlerweile eine Beziehung zu der Frau aufgebaut“, sagte Carsten Schlott, katholischer Religionslehrer an der Schule. Als er die Knochen des Skelettes auseinandergenommen und dann in den Sarg gelegt habe, habe er Gefühl der Ehrfurcht diesem Menschen gegenüber verspürt. „Ich fand es eine wundervolle Erfahrung, diesem Menschen eine Beerdigung zu schenken“, so Schlott.

„Ich finde das eine super Idee“, sagte Norbert Müller, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Schleiden. Er selbst habe noch das Skelett im Biologieunterricht erlebt, als er 1969 an die Schule gekommen sei. „Damals war das einfach normal, ich habe nicht einmal gewusst, dass es echt war“, so Müller. Der Person sei eine würdige Bestattung bereitet worden, „Die haben das toll gemacht“, freute er sich.

Angeführt von den Schülern Jason Bergen, Leon Hübner, Dino Halilic und Fabian Schneider, die den Sarg trugen, ging der Beerdigungszug mit rund 150 Schülern zum Evangelischen Friedhof. Hier war beim Ausheben der Grube eine Gruft gefunden worden, in der Ahn-Bian ihre letzte Ruhestätte fand. Mit Musik, Beiträgen der Schüler und Ansprachen von Joswig und Schlott wurde die Feier gestaltet. Zum Abschluss und als letzten Gruß an ihr einstiges Schulskelett, das nun wieder als Mensch behandelt worden war, warfen die Schüler noch etwas Erde auf den Sarg.  Stephan Everling

Groß war das Medieninteresse bei der Beerdigung des Schulskeletts in Schleiden (Foto: Stephan Everling)
Auch auf dem Friedhof ist das Interesse groß. (Foto: Stephan Everling)
Als letzten Gruß an ihr einstiges Schulskelett warfen die SchülerInnen noch Erde auf Sarg. (Foto: Stephan Everling)

Skelett, das lange im Unterricht genutzt wurde, wird endlich beigesetzt

Das Skelett wird von den SchülerInnen vorsichtig auseinandergenommen und dann in den Sarg gelegt.