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Gedenken zum 9. November: Erinnerung an Hanna Zack (Miley) 

Am 9. November 2026 erinnert der Verein erinnern.bedenken.handeln e.V. an die Gemünder Jüdin Hanna Zack, später Hanna Miley, die als einziges Mitglied ihrer Familie den Holocaust überlebte. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr an der Synagogengedenktafel (Am Kreuzberg 12). 

Hanna wurde 1932 in Gemünd geboren und 1939 mit dem letzten Kindertransport nach England gerettet. Ihre Eltern Markus und Amalie Zack wurden im Vernichtungslager Chelmno ermordet. Seit den 1970er Jahren suchte Hanna Miley aktiv den Kontakt zu Menschen ihres Heimatortes und entwickelte daraus ein bemerkenswertes Versöhnungsprojekt. 

Schüler erinnern an die Familie Zack 

Am Erinnerungsschild der ehemaligen Synagoge gestalten Schülerinnen und Schüler der AG ‚Jüdisches Leben‘ des Johannes‑Sturmius‑Gymnasiums unter der Leitung von Angelika Schmitz und Heike Schumacher zwei kurze Stationen. Sie lassen dort Hannas Erlebnisse als jüdisches Kind in Gemünd lebendig werden – anhand von Berichten aus dem Projektkursfilm „Gegen das Vergessen“ (2013). Hanna erinnert sich darin sowohl an fröhliche Momente in der Synagoge als auch an die Ausgrenzung nach den Novemberpogromen, als sie weder die Evangelische Schule besuchen noch ins Kino gehen durfte. 

Filmvorführung ‚I was 8814‘ 

Um 18.30 Uhr zeigt der Verein in den Räumen Gemeindehau der Ev. Trinitatis‑Kirchengemeinde umd der EvA Gemünd ((Dreiborner Str.  10, Gemünd) den Dokumentarfilm ‚I was 8814‘, der Hannas Weg der Versöhnung nach 1945 beleuchtet. Die Aufführung erfolgt gemeinsam mit dem Förderverein ‚Ehemalige Synagoge Heddesheim‑Waldhilbersheim‘, deren Bau Hannas Großvater August Schneider 1910 errichtet hatte. Der Eintritt ist frei; Spenden für die Sanierung der Synagoge Heddesheim‑Waldhilbersheim sind willkommen. 

Trailer: https://share.google/DeHUl69TbrDA0u9vi  

Infos: https://erinnern-bedenken-handeln.de/