Archiv für den Monat: Juli 2021

Ökumenischer Gedenk-Gottesdienst

Lange vor 18 Uhr füllte sich am Freitag, 6. August, die Schleidener Schlosskirche mit vielen Menschen. Aus den katholischen und der evangelischen Gemeinden der Region wollten Viele dabei sein, um ihre Trauer und Anteilnahme zu teilen. Dazu kamen große Abordnungen von den Feuerwehren, den THW-Zügen, die Notfallseelsorger, und viele mehr.
Einleitende, ruhige Worte von Pfr. Philipp Cuck, und ein Dank gerichtet an die, die nicht selbst betroffen sind von der Flutkatastrophe, die aber als Helfende unermüdlich an der Seite der Opfer stehen. Gebete, Lieder, persönliche Schilderungen des Erlebten, der Psalm 69 „Gott hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. ..“ – da stockt das Sprechen.
Pfr. Schumacher hält die Predigt zum „Christus im Schlamm“. Pfr. Ude berichtet von seinen persönlichen Erlebnissen. Etwas aufgehellt wird die Betroffenheit Aller zum Schluss durch das fast fröhlich angestimmte Lied „Gib uns Frieden jeden Tag. Lass uns nicht allein“. Nach dem Segen zieht die Gemeinde im langen Zug aus der Schlosskirche.
Die Prozession zum evangelischen Friedhof führt durch das fast leblose Schleiden, zwei Wochen nach der Flut; graue Schaufenster ohne Licht, Reste von Müll hier und da, aus einer Tonne ragt ein einzelner schwarzer Schuh, eine Restaurant-Veranda total zerstört. Der lange Zug sammelt sich schweigend auf dem Friedhof vor der evangelischen Kirche. Nach der wohltuenden Begrüßung durch Prädikantin Leufgen und Worten von Pfr. Joswig und Prädikantin Roux-Bücker werden 26 Grablichter auf die Friedhofsmauer zum Driesch gestellt, – ein Gedenken und ein Gruß für die Toten, die in der Flut zu beklagen sind. Und eine weitere Kerzen für diejenigen, deren Namen wir als Vermisste noch immer nicht kennen. Im großen Kreis ein versöhnendes Vaterunser und der Segen. Dann gehen Viele in die leere Kirche für ihr persönliches Innehalten, mit Kerzen vor dem Altar.
Die Uhren in der Sakristei und die am Kirchturm zeigen auf 20 Uhr 53, da wurde am Mittwoch dem 14. August der Strom abgestellt. Jetzt sind wir als „verlässliche Gemeinschaft im Schleidener Tal“ also gefragt und gefordert, so wie wir uns den Leitsatz vor mehr als 10 Jahren gegeben haben.
Jochen Jürgens

Zeltfreizeit in Merzig

Was für ein Sommer?! Nach der großen Flut hatten sich Menschen aus der saarländischen Ev. Kirchengemeinde Merzig überlegt: Wie und wem können wir helfen? Recht schnell kamen sie auf unsere Gemeinde hatten unkompliziert telefonisch und vor Ort im Gottesdienst Kontakt aufgebaut.
Ihr Angebot: Vom 2. bis zum 11. August holen wir bis zu 30 Kinder und Jugendliche aus dem Gebiet unserer Gemeinde zum Zelten nach Merzig. 22 Kinder und Jugendliche konnten dann auch starten. Was sie erwartete wussten sie nicht, doch sehr schnell war klar: Das wird ein Sommer, den sie so schnell nicht vergessen. Jeden Tag ist das Programm picke-packe-voll. Heimweh hat da (fast) keine Chance. Jetzt ist schon klar, dass da eine ganz besondere Freundschaft angefangen hat. Schon jetzt werden Pläne für den gegenseitigen Besuch geschmiedet – sei es bei uns oder auch wieder in Merzig…
Lieber Frank, liebe Silja und das gesamte Team: DANKE für diese tolle Unterstützung!!!!
So wuselig ging es los:

Spenden? Gern!

Wer uns in der aktuellen Situation unterstützen möchte, kann gern eines unserer beiden Spendenkonten nutzen:
KSK Euskirchen: DE03 3825 0110 0003 2070 73 oder
VR-Bank Nordeifel: DE56 3706 9720 0700 5020 15

Vielen Dank allen Helfern, die uns schon ihre Arbeitskraft gespendet haben! Und vielen Dank allen, die schon Überweisungen gestartet haben oder Spendenaktionen gestartet haben.

WICHTIG: Wenn sie eine Spendenbescheinigung benötigen, brauchen wir ihre Adresse. Entweder mit auf die Überweisung schreiben oder als kurze Info an unser Gemeindebüro!

Spendenstand am 8. Oktober: 198.400 €

IHR SEID KLASSE!